Kind du musst mehr Milch trinken!

Oder auch nicht…

Heute möchte ich mich mit der Milch beschäftigen. Sie ist aus unserem Haushalt nicht mehr wegzudenken. Sie ist lecker und vor allem verarbeitet in Käse oder in unserem Kaffee möchte man sie nicht mehr missen. Sie macht uns kräftig und stark. Doch leider ist sie vor allem für PCOS-Frauen nicht sehr gut. Warum? Ich will es euch erklären.

Die Produktion der Milch

Die Kuh ist ein sehr soziales Tier. So geht sie Freundschaften ein, sie unterstützen sich gegenseitig bei der Aufzucht ihrer Kälber und haben ein sehr großes Bedürfnis nach Körperkontakt. Sie pflegen (belecken) sich gegenseitig um Stress abzubauen und um das soziale Gefüge zu stärken.

Unsere Milch, die wir täglich trinken stammt aus Großbetrieben, in der die Kuh eine Milchmaschine ist. Sie ist eingepfercht, kann sich nicht frei bewegen und hat kaum Kontakt zu ihren Artgenossen. Sie wird künstlich besamt, und sobald das Kalb geworfen wird, nimmt man es ihr nach wenigen Tagen ab. Statt 1 Jahr, trinkt das Kalb nur ein paar Tage von der Muttermilch. Danach bekommt es Milchbrei oder verdünnte Milch.

Den Stress den die Tiere durchmachen wird ignoriert. Schließlich ist die Kuh da, um Milch zu geben. und so lange wie sie gibt, darf sie auch leben.
Die Kälbchen werden zur Weiterverarbeitung in zwei Kategorien eingeteilt:
Wenn das Kälbchen weiblich ist, dann wird sie auch irgendwann als Milchkuh eingesetzt und wenn es männlich ist, so wird es gemästet und später geschlachtet.

Die Kuh wird 2-Mal täglich bis zu 10 Monate gemolken. Danach wird sie wieder besamt und das ganze Spiel geht von vorne los. Link

Der Stress den die Tiere dabei erleiden, landet in unserer Milch (und in unserem Fleisch). Und durch das ständige Kälber werfen, innerhalb von jedesmal 10 Monaten, wird die Kuh so sehr ausgezerrt, dass sie früh unfruchtbar wird und am ende entsorgt wird. Link

Allein aus diesem Grund, habe ich schon lange vor meiner Diagnose der Milch abgeschworen.

Muss ich tatsächlich auf Milch verzichten?

Ich würde sagen nein. Ich denke wenn man unbehandelte Milch von Bio-/Öko Bauern kauft, dann ist man grundsätzlich schon besser dran.

Denn durch das behandeln der Milch werden die sowieso schon wenigen Nährstoffe, verursacht durch Mangelernährung der Rinder, noch weiter abgetötet. Dadurch ist der Nährwert für uns Menschen ziemlich gering. In unbehandelter frischer Milch sind Nährstoffe jedoch noch vorhanden.

Ebenfalls ist behandelte fettarme Milch nicht gut.
Um das Fett einer Milch zu reduzieren, durchläuft die Milch Prozesse, die die Fettpartikel verkleinern. Dabei werden allerdings wichtige Vitamine und Mineralstoffe zerstört, die die Milch ursprünglich mal so Gehaltvoll gemacht hat.
Außerdem sind die Fette in der Milch wichtig für den Körper, da sie die Stoffwechselabläufe regeln. In der Milch enthalten sind Vitamine (A, D, E und K) die Fettlöslich sind, die durch das Pasteurisieren leider weitgehend zerstört werden und für unseren Stoffwechsel essenziell sind. In unbehandelter Milch sind sie alle jedoch noch vorhanden. Link

Milch und die Gesundheit

Es werden immer mehr Studien veröffentlicht, in denen die Korrelation zwischen Milchkonsum und verschiedenen Krankheiten aufgedeckt wird.

Schon im April 2009 veröffentlichte das Fachjournal Osteoporosis International eine Studie, die zeigte, dass die Knochendichte der vegan lebenden Studienteilnehmerinnen (Frauen im Klimakterium) absolut identisch war mit der Knochendichte der „normal“ essenden Frauen.

Allein die Milch kann also nicht für gesunde Knochen verantwortlich sein – wie wir auch hier bereits erklärt haben.

Derselben Meinung ist eine ganz aktuelle Studie vom Oktober 2014. Darin schrieben die schwedischen Forscher rund um Prof. Karl Michaëlsson, dass Milch höchstwahrscheinlich völlig nutzlos für die Knochen sei, man also mit dem Verzehr von Milch auch nicht einer Osteoporose oder Knochenbrüchen vorbeugen könne.

Ja, man Milch vielmehr sparsam verzehren solle (wenn überhaupt), da sie das Knochenbruchrisiko sogar erhöhen könne.

Die mehr als 60.000 teilnehmenden Frauen wurden über durchschnittlich zwanzig Jahre hinweg von den Wissenschaftlern begleitet, die etwa 45.000 Männer im Durchschnitt elf Jahre lang.

Im Laufe der Studie erlitten rund 17.000 Frauen und 5.000 Männer Knochenbrüche.

Nun könnte man denken, dass bevorzugt jene Menschen Knochenbrüche erlebten, die sehr wenig Milch zu sich nahmen. Das aber war nicht der Fall.

Prof. Michaëlsson und sein Team vom Karolinska Institutet in Stockholm/Schweden konnten aber keineswegs feststellen, dass eine erhöhte Aufnahme von Milch das Risiko für Knochenbrüche senkte. Im Gegenteil, Milchverzehr hatte in dieser Studie das Risiko für osteoporotische Frakturen noch erhöht.

Mit jedem täglichen Glas Milch nahm das allgemeine Knochenbruchrisiko der Frauen um 2 Prozent zu, das Risiko für Hüftfrakturen sogar um 9 Prozent.

Lesen Sie mehr unter: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch-krankheiten-ia.html#ixzz4nONHbzjP

Nicht nur ein erhöhtes Knochenbruchrisiko ist zu erwarten. Auch andere Krankheiten können der Milch zugrunde liegen.
Wie etwa Asthma und Diabetes. Link

Milch und PCOS

Wie bereits beschrieben, ist grade die industriell verarbeitete Milch Gift für eine Frau mit PCOS. Die wenigen Nährstoffe, die darin enthaltende Stresshormone, die Medikamente, die die Tiere bei Krankheiten bekommen, landen alle durch die Milch in unserem Körper. Und dabei bringt sie den sowieso schon gestörten Stoffwechsel bei uns noch viel mehr aus dem Gleichgewicht.

Es gibt verschiedene Studien, die zeigen, dass grade fettreduzierte behandelte Milch unfruchtbar macht. Also grade für uns ein ganz großes No Go.  Link

Wer außerdem Probleme mit Pickel und Akne hat, sollte auf den Milchkonsum verzichten. Denn Milch lässt den Insulinspiegel (Stichwort Insulinresistenz und PCOS) stark ansteigen, welche nach Ablauf anderer Prozesse im Körper am Ende zu Pickel führt. Link

Alternativen – was kann ich machen?

Wenn du gar nicht auf Milch verzichten magst, dann kaufe diese beim Bio-/Öko Bauern dessen Rinder auf die Wiese dürfen. Er freut sich über die Kundschaft und den Ertrag und dein Körper freut sich über die Vitamine. Allerdings solltest du deinen Konsum trotzdem etwas reduzieren.

Wenn du den Schritt wagen möchtest und ganz auf Milchprodukte verzichten willst, dann gibt es viele Alternativen.

So kann man inzwischen recht einfach und fast überall

  • Hafermilch
  • Mandelmilch
  • Reismilch
  • Dinkelmilch und co.

kaufen.

Auch gibt es viele vegane Käsesorten, die nicht aus Milch- oder Sojaprodukten sondern aus Nüssen bestehen und die sehr lecker sind.

IMG_1829

Rinder in den chilenischen Anden

Wusstet ihr, dass Rinder immer erst mit ihren Hinterbeinen aufstehen?

 

3 Gedanken zu “Kind du musst mehr Milch trinken!

  1. Pingback: Die große Fleischeslust | I am sick of PCOS

  2. Pingback: Kind du musst mehr Milch trinken! | Willibald66's Blog/Website-Marketing24/Verbraucherberatung

  3. Pingback: PCOS – Was ist das? | I am sick of PCOS

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