„Ich bin im Stress“

Stress kennen wir alle. Er bringt uns zu Hochleistungen und er erschöpft uns. Doch was macht Stress eigentlich bei uns?

Stress ist eine körperliche Reaktion auf äußerlichen Druck, auf außergewöhnliche Situationen und eben auch ein Überlebensmechanismus. Stress ist lebenswichtig.

Der „Vater der Stressforschung“ war Hans Selye. Er definierte den Begriff „Stress“ und unterschied zwischen positiven (Eustress) und negativen (Distress) Stress.

Positiver und negativer Stress

Ob wir positiven oder negativen Stress erleben ist völlig unabhängig davon, wer gerade davon betroffen ist.

Es kann die ein und dieselbe Situation bei einem Menschen positiven Stress hervorrufen und bei einem anderen Menschen negativen. Zum Beispiel fliegt Person a unheimlich gerne mit dem Flugzeug. Er steigt schon mit Aufregung und Vorfreude in das Flugzeug ein und ist unruhig und gespannt auf den Start. Sein Herz schlägt schnell und alle seine Sinne sind geschärft. Person b allerdings leidet unter Flugangst. Für diese Person ist es eine Gefahrensituation. Sie ist auch unruhig und auch ihr Herz schlägt schnell. Ihre Sinne sind ebenso geschärft. Durch ihre Angst jedoch, nimmt sie jedes Geräusch, was ungewöhnlich sein könnte auf und verbindet es mit möglichen Gefahrenquellen.

Was passiert in unserem Körper?

Auf Situationen, die unsere besondere Aufmerksamkeit verlangen, werden verschiedene Stresshormone ausgeschüttet. Das bekannteste davon ist Adrenalin.

Unter Adrenalin gelangen wir zu Höchstleistungen. Unsere Körper mobilisieren die gesamte Energie, die uns zu Verfügung steht, um bestimmte Situationen zu meistern. Sei es ein Rennen zu gewinnen oder sei es eine wichtige Prüfung zu bestehen. Wir verspüren danach ein Hochgefühl und sind im Rausch. Kein Wunder dass es Adrenalin-Junkies gibt, die dem nächsten Kick hinterherjagen.

Adrenalin hat in unserer Evolution eine ganz wichtige Bedeutung. Unser Körper wird für Kampf und Flucht bereit gemacht. Unser Blutdruck steigt, unser Herz schlägt schneller, wir können mehr Sauerstoff aufnehmen, da unsere Bronchien sich weiten. Die Magen-Darm-Tätigkeit wird eingestellt, Fett wird abgebaut, um als Energiereserve eingesetzt zu werden und die Pupillen weiten sich. Wir schwitzen und bekommen einen trockenen Mund.

Ist die Stresssituation bewältigt, baut der Körper Adrenalin wieder ab. Wir ermatten, bekommen Hunger und Durst.

Bei Dauerstress allerdings werden Cortisol und Prolaktin ausgeschüttet.

Cortisol kann zu Diabetes führen

Cortisol ist ebenfalls ein Lebenswichtiges Hormon, dass in ganz vielen Abläufen eine wichtige Rolle spielt.

In einem gesunden Körper ist genügend Cortisol enthalten, um möglichen Stresssituationen entgegen zu wirken. Tagsüber fällt es ab und Nachts im Schlaf wird es wieder aufgebaut.

Cortisol wirkt entzündungshemmend, fördert die Heilung von Verletzungen, sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt, er regelt den Salz- und Wasserhaushalt der Niere und er Dämpft unsere Emotionen.

Bei einem zu geringen Cortisolspiegel fühlen wir uns Energielos, wir werden Krank und nehmen ab.

Bei viel Stress allerdings, wird ständig Corstisol gebildet. Ein zu hoher Cortisolspiegel führt zu Übergewicht, Diabetes, Depressionen und unsere Immunabwehr wird heruntergefahren.

Cortison wird im Körper zu Cortisol umgewandelt

Durch die positiven und lebenswichtigen Eigenschaften des Cortisols, wurde das Medikament Cortison entwickelt. Unser Körper kann das Cortison in Cortisol umwandelt und dann einsetzen.

Bei Entzündungen, bei Autoimmunerkrankungen und bei etlichen anderen oft schweren Erkrankungen, wird Cortison verschrieben, um eine Besserung herbeizuführen.

Da die Besserung schon sehr schnell einsetzt, neigt man dazu, immer wieder zu Cortison zu greifen. Bei vielen Patienten ist es oft die letzte und einzige Möglichkeit auf Besserung.

Die Nebenwirkungen sind allerdings ebenso Krankmachend, wie die vorherige Besserung.

Die Nebenwirkungen können folgende sein:

Lesen Sie mehr unter: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/cortison-nebenwirkungen.html#ixzz4oKBKztap

Es ist wichtig, dass man für sich Überlegt und Entscheidet inwieweit man dem Medikament vertrauen möchte und in welcher Höhe man es einnehmen will oder soll. Hierzu sollte man unbedingt mit seinem Arzt über seine Sorgen sprechen.

Gerade die Gefahr, dass Diabetes entwickelt werden kann, sollte besonders beim PCOS beachtet werden. Denn Diabetes steht häufig im direkten Zusammenhang zum PCOS.

Prolaktin kann einen Eisprung verhindern

Neben Cortisol gibt es noch ein weiteres Stresshormon. Prolaktin.

Prolaktin ist wichtig für den Wachstum unserer Brustdrüse. Außerdem setzt Dank Prolaktin der Milchfluss nach einer Schwangerschaft ein, sodass man Stillen kann.

Er unterdrückt die Ovulation (den Eisprung) während der Stillzeit, sodass wir Frauen nach einer Geburt, nicht direkt wieder schwanger werden können.

Häufig setzt nach dem Abstillen die Menstruation wieder ein, da das Prolaktin nicht mehr so viel ausgeschüttet wird.

Bei Dauerstress jedoch werden vermehrt Prolaktin in das Blut ausgeschüttet. Dies stört den Eisprung so, dass er entweder nach hinten verschoben wird, oder gar kein Eisprung mehr stattfinden kann. Außerdem stört ein Prolaktinüberschuss im Körper die Ausschüttung des LH´s und des FSH´s, welche zu der typischen Symtomatik des PCOS‘ führen kann.

PCOS und Stress

Wir sehen also, dass Stress unter den möglichen Ursachen von PCOS betrachtet werden kann. Daher ist es super wichtig, dass wir gerade den krankmachenden Dauerstress verringern.

Es gibt viele Möglichkeiten um wieder zur Ruhe zu kommen. Man kann Sport machen, Spazieren oder Wandern gehen. In Präventionskurse gehen, Meditieren, Yoga machen oder anderen Hobbys nachgehen.

Ganz wichtig ist, dass wir auf uns Acht geben sollen.

Ich mache Yoga, und gehe viel in die Natur. Vor allem beim Sammeln der Schafgarbe kann ich beides gut miteinander verbinden. 🙂

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Quelle: buzzfeed.com

6 Gedanken zu “„Ich bin im Stress“

  1. Pingback: Die große Fleischeslust | I am sick of PCOS

  2. Hallo Nadine,
    Ich bin mir nicht sicher, aber poly bedeutet nicht „eibläschen“. Poly ist eine griechische vorsilbe und bedeutet soviel wie „mehrere“. Poly – zystisch ist also mehrere Zysten… Wobei die Zysten eigentlich die eibläschen sind, denn eine Zyste ist etwas mit Flüssigkeit gefülltes im Körper. Und das sind die follikel ja…
    Ich glaube, da musst du noch mal nachgucken…

    Gefällt 1 Person

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