Teestunde

Hallo ihr lieben. Da mir einige von euch geschrieben haben und explizit nach meinen Teemischungen gefragt haben, dachte ich mir, dass ich daraus einfach einen Beitrag mache.
Jetzt in der Klausurenzeit zwischen den Schriften von Kant, Adorno und Comenius, trinke ich übrigens auch ganz gerne Tee beim Lernen. Ich kann mich dann ganz gut konzentrieren.

Allgemein trinke ich über den Zyklus verteilt verschiedene Tees, da ich die Heilkräuter der entsprechenden Zyklushälfte anpasse.

Die erste Zyklushälfte

In der ersten Zyklushälfte spielen die Hormone Östrogen, das Lutenisierende Hormon (LH) und das Follikelstimulierende Hormon (FSH) die zentrale Rolle. Bei PCOS ist das LH häufig dauerhaft erhöht und das Östrogen zu niedrig. Ein Ei kann nur dann springen wenn das LH und das Östrogen im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Erst wenn das Östrogen hoch genug ist, erreicht das LH einen Peak, das FSH steigt an und ein Eisprung findet statt.

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Das kann man an der oberen Grafik gut sehen.

Um die Hormone zu unterstützen, trinke ich in der ersten Zyklushälfte folgenden Tee:

  • 30 g Himbeerblätter
  • 20 g Frauenmantel
  • 10 g Rosmarin
  • 10 g Beifuß
  • 20 g Salbei
  • 10 g Basilikum

Mann kann aber auch etwas experimentieren und die Mischung so anpassen, dass es einem Schmeckt. Himbeerbläter, Salbei und Frauenmantel sind bei mir auf jeden Fall immer dabei.

Diese Kräuter sorgen dafür, dass das Östrogen im Körper ansteigt. Da ich nicht genau weiß, wie das LH und das FSH darauf reagieren kann ich nur mutmaßen. Aber seit ich den Tee trinke, habe ich eine deutlich verkürzte erste Zyklushälfte. Ein Eisprung findet jedesmal um den ZT 20 statt.

Die Kräuter werden in einer Dose oder in einem Glas vermischt und gelagert. Davon kommt dann ca. 1 Teelöffel in eine Tasse und man trinkt dann 3-4 Tassen am Tag.

Wenn dann der Eisprung erfolgt, beginnt die zweite Zyklushälfte.

Die zweite Zyklushälfte

In der zweiten Zyklushälfte sinken das Östrogen, das LH ebenso das FSH ab. Dafür spielt das Progesteron die zentrale Rolle. Das Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt, sorgt für den Aufbau der Schleimhaut in der Gebährmutter. Wenn ein Ei befruchtet ist, nistet es sich in der Schleimhaut ein. Gefäße bilden sich und Schwangerschaftshormone werden ausgeschüttet. Bei einem niedrigen Progesteronwert, ist nicht genug Schleimhaut aufgebaut und das Ei kann sich nicht einnisten. Es geht mit der nächsten Blutung ab. Bei PCOS ist das leider auch häufig so.

Um dem entgegenzuwirken gibt es Tees, die die Progesteronausschüttung unterstützen und die Progesteron enthalten.

  • 40 g Frauenmantel
  • 30 g Schafgarbe
  • 30 g Brennnessel

Diese werden wie die Teemischung für die erste Zyklushälfte in ein Glas gegeben und mit der selben Dosierung getrunken.

Übrigens. Wenn man an PMS leidet, hilft einen die Teemischung auch, da PMS ein Anzeichen für ein Progesteronmangel ist.

Wie bestimme ich die Zyklushälften?

Um zu wissen in welcher Phase ich mich befinde, wende ich die symptothermale Methode nach NFP an.

Falls ihr neugierig seid, hier könnt ihr euch gut in das Thema NFP einlesen.

Facebook Gruppen – Selbsthilfe pur

So, nachdem ich vom Urlaub wieder da bin, kann ich mich wieder voll und ganz auf den Blog, auf meinen Körper und auf die Ernährung konzentrieren.

Ich war in Berlin und Italien. Und vor allem in Italien, habe ich mich kulinarisch fallen gelassen. (Muss ja auch mal sein) – Jedoch: Mein Eisprung lässt sich nicht blicken!

Aber gut, ich sehe es jetzt erstmal nicht zu eng. Der hat halt auch Urlaub gemacht. 😉

Ich möchte euch heute von Facebook Gruppen erzählen, die mir sehr geholfen haben, mit meiner Diagnose und meinem Körper zu leben.

Nach meiner Diagnose bin ich zu allererst auf die Gruppe: PCO Syndrom Deutschland gestoßen. Die Gruppe hat ca. 500 Mitglieder mit super lieben und hilfsbereiten Leuten. Mir haben die Geschichten der anderen Frauen sehr geholfen. Ich hatte nicht mehr das Gefühl alleine zu sein. Vor allem hat mich erschreckt, wie sehr viele Frauen leiden. Noch viel mehr als ich. Aber ich habe auch viel gelernt. Was PCOS ist, und was man machen kann. Dafür mal ein fettes Danke an die Gruppe. 🙂

Im laufe der Zeit und über die PCO Gruppe, kam ich auf die Gruppe Menstruationstasse. Für die, die es nicht wissen: Das sind kleine Silikonbehälter, die man sich während der Menstruation einführt, und die das Blut auffangen. Es gibt aber auch Tassen aus TPE und aus Naturkautschuk. Ich kannte die Tasse schon vom DM. Dort gab es die meLuna. Die habe ich mir auch erstmal blind gekauft. – und leider hat sie mir nicht gepasst. Durch die Gruppe wurde ich aber dann richtig beraten und bin heute stolze Besitzerin der Femmycycle LC. Wenn man eine Tasse also sucht, dann empfehle ich diese Gruppe. Dort gibt man seine Daten an: Stärke des Beckenbodens (zum Beispiel ob man schon entbunden hat oder nicht und wie sportlich man ist), Stand des Muttermundes im laufe der Periode und stärke der Blutung. Man muss sich aber keine Sorgen machen. Die Daten die man in der Gruppe angibt sind geheim und kein anderer, der nicht in der Gruppe ist, kann die Beiträge sehen. Wenn einem das aber immer noch zu öffentlich sein sollte, kann man seine Daten aber auch bei Ladyways.de angeben. Dort werden die Daten vertraulich behandelt.  Auch bei Fragen jeder Art rund um die Tasse und mehr, wird einem in der Gruppe sehr geholfen.

Dank der Menstruationstasse läuft nichts mehr daneben. Man kann ohne Probleme schwimmen gehen und das allerbeste: Meine Schmerzen wurden direkt weniger. Man macht kein Müll mehr und schont die Umwelt. – Ich kann die Tasse also nur empfehlen. 🙂

Ich lernte meinen Körper immer besser kennen und akzeptieren. Und so wagte ich den Schritt die Pille abzusetzen und Hormonfrei zu Verhüten. Und auch hier gibt es eine wunderbare Gruppe die mir sehr geholfen hat. Die nfp – verhütungs – gruppe war also der logische nächste Schritt. Vor allem mit PCO und dem Schwarmwissen dieser Gruppe, habe ich nochmal jede Menge gelernt. Wie ein Zyklus funktioniert. Welche Hormone wann und wie wirken. Und was im Körper letztendlich passiert.

Außerdem gibt es jetzt die neugegründete Gruppe pco- syndrom: ernährungstipps & -tricks. Dort geht es speziell um das abnehmen und um die gesunde Ernährung, mit der man PCOS auch behandeln kann. Es geht also nicht primär um das Schwanger werden und das Kinder bekommen. Denn beim PCOS geht es viel mehr als nur um das Problem, dass man nicht oder nur schwer schwanger wird.

Ich bin ein riesen Fan dieser Selbsthilfe Gruppen, da jeder Austausch und jedes Wissen gesammelt wird. Man lernt jede Menge und bekommt jeden Tag neue Ideen und neuen Input. Ich finde es sehr wichtig, wenn man für solche Gruppen offen ist, und jede Informationsquelle nutzt und vor allem auch zulässt.

Falls ihr eine dieser Gruppen nicht kennt, kann ich sie euch nur wärmstens empfehlen.

Und ich trinke jetzt einen grünen Smoothie um meinen Körper wieder in Gang zu bringen, und den Eisprung wieder anzulocken. 😉

Cheers

dav

Drin sind Spinat, Basilikum, Salbei, Ananas, Himbeeren und Wasser

 

PCOS – Was ist das?

Was ist PCOS? Ist PCO gleich PCOS? Ist es Heilbar? Was kann man machen? Was machen die Ärzte?
Muss ich die Pille nehmen? Was ist wenn ich sie nicht nehme? Sind alle Frauen dick? und wenn nicht wieso?

Viele Fragen und das Gefühl alleine zu sein. So ging es mir nach meiner Diagnose. Und deswegen will ich euch heute ein paar dieser Fragen beantworten.

Was ist PCOS?

Das PCOS – Das Polyzystische Ovarialsyndrom ist eine der häufigsten Hormonstörungen der Frau. In Europa ist etwa jede 12te Frau im fruchtbaren Alter davon betroffen. Das PCOS ist damit einer der häufigsten hormonellen Krankheiten bei Frauen.

Die Ovarien  (Eierstöcke) von PCOS-Frauen sind vergrößert. Im Ultraschall kann man sehr viele Eibläschen (Polys) erkennen. Diese Eibläschen werden als Zysten bezeichnet, obwohl es genaugenommen keine Zysten sind.

Die Krankheit kann sich durch folgende Symtome äußern:

  • Zyklusstörungen bis ganz ausbleibender Zyklus
  • Unfruchtbarkeit
  • Bei Schwangerschaften höheres Risiko Fehlgeburten zu haben
  • Übergewicht
  • Akne
  • Insulinresistenz (Diabetes mellitus)
  • Haarausfall – Glatzenbildung
  • Unerwünschte Körperbehaarung (Hirsutismus)
  • Psychische Probleme (Depressionen)
  • eine niedrige Stresstoleranz, wobei permanenter Stress auch zu den Auslösern gezählt werden kann, da das Stresshormon Prolaktin einen Eisprung verhindern kann
  • Erhöhte Gefahr an Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken

Es treten jedoch nicht alle Symtome in gleicher Stärke bei jeder Frau auf. So sind z.B. etwa 50-80 % der PCOS-Frauen von Übergewicht betroffen.

Die Ursachen von PCOS sind nicht abschließend geklärt. Es gibt Hinweise auf genetische Faktoren. So wird vermutet das Töchter von Männern mit sehr früher Glatzenbildung ein erhöhtes Risiko darstellen an PCOS zu erkranken. Darüber hinaus gibt es Studien, dass Ratten in urbanen Gebieten häufiger PCOS entwickeln, als Ratten auf dem Land. Da könnte man das ganze industriell verarbeitete Essen als mögliche Ursache betrachten.

Der Zyklus

Der Zyklus einer Frau ist ein kompliziertes und abgestimmtes System, indem die Hormone ihre jeweiligen Aufgaben haben, damit ein Ei heranreifen kann, damit sich ein befruchtetes Ei einnisten kann und damit eine Blutung verursacht werden kann, falls keine Befruchtung stattfand.

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Darstellung eines gesunden Zyklusses

Ganz typisch für PCOS ist, dass das sogenannte LH (Luteinisierendes Hormon; in der Grafik grün) dauerhaft erhöht ist. Dafür ist das FSH (follikelstimulierendes Hormon; braun) zu niedrig. Deswegen bringen die ganzen Ovulationstests nichts, da sie nur den LH Wert im Blut messen.

Das LH ist dafür zuständig, dass ein Eisprung ausgelöst wird. Wenn es aber dauerhaft erhöht ist, sammeln sich viele Eizellen in den Ovarien an, die aber nicht richtig heranreifen und somit nicht abspringen. Die Ovarien sind aus diesem Grund vergrößert.

Kurz vor dem Eisprung gibt es eine LH Spitze (nur dann kann ein Eisprung eintreten), die nur dann erreicht wird, wenn der Körper genügend Östrogen ausschüttet.

Die vielen Polys in den Ovarien geben zu viele männliche Hormone (Androgene) an den Körper ab, welche zu den typischen Symtomen wie Haarausfall und Hirsutismus führen können. Gleichzeitig können die Androgene sich in Östrogene umwandeln, die sich bevorzugt im Fettgewebe ansiedeln. Das führt zu Übergewicht.

Der Hohe Östrogenspiegel im Körper führt dazu, dass die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) zu viel LH und zu wenig FSH ausschüttet.

Gleichzeitig wird häufig eine zu hohe Insulinkonzentration im Körper beobachtet, die die Fetteinlagerung fördert und so auch das Übergewicht fördert.

Das Übergewicht führt zur vermehrten Bildung männlicher Hormone im Körper.

Ein Teufelskreis.

Gängige Therapieformen in Deutschland

Es werden zwischen zwei Kategorien unterschieden. Kinderwunsch – oder kein Kinderwunsch.

Wenn kein Kinderwunsch besteht, dann ist die gängige Therapie die Anti-Baby-Pille. Auch ich habe die Pille Jahrelang blind genommen.

Falls sich ein Kinderwunsch entwickelt, wird geschaut ob man mit Metformin, Clavella (gerade total der Renner) oder andere Cortisolpräparate(Cortison) einen Eisprung auslösen kann. Übrigens ist Cortisol ein Stresshormon.

Ich möchte mich mit den Nebenwirkungen dieser Präparate gar nicht erst beschäftigen. Ich denke viele von euch haben diese schon am eigenen Körper erlebt.

Ich verlinke euch noch ein paar Seiten, die sich mit den Nebenwirkungen auseinandersetzten. Nebenwirkung der PilleNebenwirkung von MetforminNebenwirkung Cortison. Zu Clavella kann ich leider (noch nichts) sagen. Wenn ihr mehr darüber wisst dann lasst mir Kommentare da. 🙂

Außerdem bekommen ganz viele Frauen schlicht und einfach gesagt: sie müssen abnehmen. Doch ist das leider nicht so einfach. Denn durch den ganzen Hormonwirrwarr im Körper, ist ein schnelles und mal so nebenbei Abnehmen gar nicht möglich.

Ernährung

Ich glaube, dass man sich Gesund essen kann. Und dass sich ganz viel von unserer Ernährung positiv auf unseren Körper auswirken kann. Das Sprichwort du bist was du isst, sollte bei uns ganz groß geschrieben sein.

Wie ich in meinem ersten Beitrag schon erwähnt habe, habe ich meine Ernährung einmal komplett auf links gedreht und jetzt habe ich regelmäßige Zyklen von je 30 Tagen. Mein Eisprung ist jedesmal so um den 19 Zyklustag. Ich nehme die Pille nicht mehr und auch keins der anderen Medikamente. Und ich habe keine Zysten.

Was ich mache im Schnelldurchlauf

Ich werde in kommenden Beiträgen näher auf die Punkte die ich hier aufzähle eingehen und erklären warum man das eine Essen kann und warum das andere nicht. Außerdem werde ich euch noch Teemischungen verraten, die ebenfalls unterstützend auf den Zyklus wirken.

Wirkt sich positiv auf PCOS aus:

  • frisches Gemüse, Obst, Salate
  • dunkles Blattgemüse wie Spinat oder Mangold
  • Vollkornprodukte und langkettige Kohlenhydrate
  • Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen)
  • Fisch oder andere Omega 3 Quellen wie Leinöl oder Chiasamen
  • planzliche Fette
  • Schafgarbe
  • Frauenmantel
  • Basilikum, Salbei, Himbeerblätter

Wirkt sich negativ auf PCOS aus:

  • Kuhmilch (vor allem verarbeitete und Fettarme)
  • Fleisch
  • tierische Fette
  • Weißmehlprodukte (kurzkettige Kohlenhydrate)
  • Hühnereier
  • Palmöl (Überall wo Palmöl drin ist)
  • Industrie-Zucker
  • Koffein/ Teein
  • Alkohol
  • Nikotin

Alles auf einmal zu ändern ist nicht möglich. Ich habe über zwei Jahre nach und nach meine Ernährung umgestellt.

Am Anfang sind auch Cheatdays wichtig, da man sonst viel zu schnell aufgibt.

Das ist nämlich keine Diät, sondern eine lebenslange Umstellung die zumindest mir nachweislich hilft.

PCOS ist nicht heilbar. Doch es gibt Mittel und Wege, damit ein erfülltes Leben zu leben.

Oh du wundervolle Schafgarbe

Die erste Pflanze, die mir nachweislich das Leben erleichtert hat war die Schafgarbe (Achillea millefolium). Und seit ich das erste Mal einen Schafgarbentee getrunken habe, ist sie aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.

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Achillea millefolium

Die Schafgarbe ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist auch bekannt unter anderen Namen wie Augenbraue der Venus, Blutstillkraut, Frauenkraut, Frauendank, Gotteshand, Grillengras, Katzenkraut und noch viele weitere.

Da ich immer sehr starke Schmerzen während der Periode hatte, wurde mir von einer wunderbaren Frau aus Chile die Schafgarbe ans Herz gelegt. Sie sagte mir, die Schafgarbe würde entkrampfend wirken und dadurch würden die schmerzen besser werden. Und ja, es wirkt.

Wenn man nach der Schafgarbe googelt dann findet man zahlreiche Seiten, die die Schafgarbe als Heilpflanze anpreisen.

So hilft sie bei folgenden Beschwerden:
Appetitlosigkeit, Ausfluss, Blähungen, Ekzeme, Erkrankungen der Galle, Geschwüre, Haarausfall, Hämorrhoiden, Hautentzündungen, Hautprobleme, Kopfschmerzen, Krampfadern, Kreislaufschwäche, Leberschwäche, Magenkrämpfe, Migräne, Menstruationsbeschwerden, Sodbrennen, etc.

Dabei wirkt sie unter anderem:
beruhigend, blutstillend, durchblutungsfördernd, entspannend, entzündungshemmend, krampflösend, menstruationsregelnd, schleimlösend, schmerzstillend, wundheilend, etc.

Ich trinke die Schafgarbe meistens während meiner Mens. Aber auch über den ganzen Zyklus hinweg, habe ich mir angewöhnt sie zu trinken. Ich mische sie meistens mit anderen Tees. So schmeckt man den bitteren Geschmack nicht mehr so raus.

Außerdem habe ich viele Sitzbäder mit der Schafgarbe gemacht, da sie durch ihre Eigenschaften wohl auch gut gegen Zysten hilft. Hierzu habe ich nur leider keine Infos im Netz gefunden. Sitzbäder können auch bei Blasenentzündungen und Scheidenpilz gemacht werden.

So kam es, dass ich 2-3 mal im Monat mit Schafgarbe in der Badewanne saß und ein Buch gelesen habe. Zugegeben. Ich habe mich etwas eigenartig gefühlt dabei, aber ich dachte mir, ein versuch ist es auf jeden Fall wert. Und wenn man sich die ganzen Wirkstoffe der Pflanze durchliest, dann ist es noch viel mehr ein Versuch wert. Naja und meine Zysten bin ich auf jeden Fall irgendwann losgeworden. Ob es die Schafgarbe alleine, oder noch der ganze Rest war, kann ich leider nicht sagen.

Für ein Sitzbad habe ich auf 100 g Kraut ca 1,5 l kochendes Wasser gegeben. Das ganze zieht dann so ca. 20-30 Minuten und dann ab ins Badewasser damit.
Für den Tee, nehme ich ca immer 1 Teelöffel für eine Tasse.

Wenn ihr auch Schafgarbe haben wollte, dann braucht ihr jetzt um die Zeit keine zu kaufen, denn sie wächst wirklich überall momentan. An Gehwegen, am Straßenrand, in Gärten, in Wäldern auf Feldern. Ihr müsst einfach losziehen und sammeln. Und grade um die Mittagszeit wenn die Sonne scheint, ist der Gehalt der ätherischen Öle in den Blüten am stärksten. Das sammeln lässt sich also super mit einem Sommerspaziergang verbinden.

Die Pflanze ist relativ klein mit vielen weißen, manchmal rosanen, kleinen Blüten.

Wenn ich sie sammel, dann gehe ich meistens in den Wald oder auf Felder die außerhalb von Ortschaften und abseits von Straßen liegen. Da ist die Feinstaubbelastung nicht so hoch. Dann sammle ich so viele, dass sie für den Winter reichen werden. Ich achte auch drauf, dass ich nicht eine Pflanze komplett runterschneide, sondern von jeder Pflanze nur ein Stängel mitnehme, dann kann sie dort weiterwachsen und die Bienen und Schmetterlinge haben auch noch Futter. Nach dem Sammeln, wasche ich sie einmal durch und binde sie zu etwa gleichgroßen Bündeln zusammen. Danach hänge ich sie zum trocknen auf. Nach dem trocknen schneide ich die Blüten und Blätter ab und mache alles in Einmachgläser.

Wenn ihr auch Sammeln wollt, dann achtet beim Sammeln unbedingt auf die Blätter der Pflanze. Denn momentan wächst auch der Riesenbärenklau und der gepfleckte Schierling, die von der Blüte her der Schafgarbe ähneln und die beide giftig sind. Aber wenn man sich die Pflanzen genau anschaut, dann erkennt man schon ziemlich gut den unterschied zur Schafgarbe.

Wenn ihr Fragen und/ oder Anregungen habt, dann schreibt in die Kommentare. Bis dahin wünsche ich euch noch einen super schönen sonnigen Montag Abend.

(Na wer findet jetzt die Schafgarbe auf dem Bild der Hauptseite?)